+++ Wir sind zertifiziert in Parodontologie, Alterszahnheilkunde, Kieferorthopädie, Ästhetische Zahnheilkunde +++ Risiko Instrumentenfraktur: Wir verwenden für Wurzelkanalbehandlungen ausschließlich Einmalinstrumente +++ Wir sind zertifiziert in Parodontologie, Alterszahnheilkunde, Kieferorthopädie, Ästhetische Zahnheilkunde +++ Risiko Instrumentenfraktur: Wir verwenden für Wurzelkanalbehandlungen ausschließlich Einmalinstrumente +++ Wir sind zertifiziert in Parodontologie, Alterszahnheilkunde, Kieferorthopädie, Ästhetische Zahnheilkunde +++ Risiko Instrumentenfraktur: Wir verwenden für Wurzelkanalbehandlungen ausschließlich Einmalinstrumente
30. April 2015

Piercings sind schädlich für die Zähne

RAVENSBURG (sz) - Zahnschmuck sowie Zungen- oder Lippenpiercings finden viele Jugendliche cool. Doch wie die Initiative Prodente berichtet, zeigt eine Studie von US-Zahnärzten: Dazzler (aufklebbare Symbole aus Goldfolie) und Twinkles (massive Schmuckstücke mit Edelsteinen besetzt) werden oberflächlich auf die Zähne geklebt und sind harmlos. Dagegen kann nach dem Bericht im "Journal of the American Dental Association" Piercingschmuck im Mundraum Zähne und Zahnhalteapparat regelrecht zerstören.

Beim Piercing in der Zunge schlägt der Piercingknopf durch die ständige Bewegung der Zunge permanent gegen die Zähne, was zu irreparablen Rissen im Zahnschmelz führen kann. Die Folgen: Hitze- und Kälteempfindlichkeit der Zähne, Reizung des Zahnnervs sowie Karies. Wird das Piercing in der Unterlippe getragen, drückt der Knopf gegen das Zahnfleisch, was zu dessen Rückgang und des darunterliegenden Knochens führen kann. Die Testpersonen hatten schon nach wenigen Monaten mit dem Schmuck im Mund bis zu acht Millimeter tiefe Taschen im Zahnfleisch. Wenn aber Zahnfleisch und Knochen schwinden, fehlt den Zähnen Halt und sie fallen über kurz oder lang aus.

schließen
12. März 2015

Parodontitis: Behandlung senkt zentralen Blutdruck

Menschen mit Parodontitis erleiden häufiger einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Laut Bluthochdruckforschern senkt jedoch im Umkehrschluss eine Behandlung der Parodontitis den Blutdruck signifikant wieder ab und macht die Blutgefäße elastischer.

Noch ist der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und der Zahnfleischerkrankung nicht abschließend ergründet. „Sehr wahrscheinlich sind jedoch dieselben Bakterien, die die Parodontitis auslösen, auch die Ursache für den erhöhten Blutdruck und die vermehrten Herzinfarkte sowie Schlaganfälle“, erläutert Dr. med. Johannes Baulmann, der die Abteilung für Angiologie der Kardiologischen Klinik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck leitet.

Die Erreger verteilen sich im ganzen Körper, so der Experte, und damit auch in denBlutgefäßen. „Dort regen sie entzündliche Prozesse an, die Gefäßwände werden fest und irgendwann sogar brüchig.“

Wie elastisch die Gefäße noch sind, können Forscher mittels der Pulswellengeschwindigkeit messen. Diese beschreibt, wie schnell die Druckwelle des Pulses die Arterien durchläuft. Eine hohe Pulswellengeschwindigkeit zeigt an, dass die Gefäße versteift sind – damit steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In einer Vorläuferstudie, deren Ergebnis kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht wurde, erforschte Baulmann gemeinsam mit anderen Medizinern, dass Patienten mit Parodontitis steifere Gefäße haben und einen höheren zentralen Blutdruck.

In der aktuellen Studie gingen sie der Frage nach, ob sich der Bluthochdruck im Umkehrschluss mit besserer Zahngesundheit wieder absenkt. Sie verfolgten dafür die Behandlungsfortschritte von 100 Patienten mit Parodontitis. Nach zwölf Monaten stellten die Forscher fest, dass Patienten mit erfolgreich bekämpfter Zahnfleischentzündung auch elastischere Blutgefäße hatten. Und besonders eindrucksvoll war für sie, dass der zentrale Blutdruck dieser Patienten gesunken war. „Die Studie gibt erste Hinweise darauf, dass mit der Parodontitis-Behandlung Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mögliche Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall reduziert werden könnten“, so Baulmann.

Originalpublikation:

Arterial Stiffness and Pulse Wave Reflection Are Increased in Patients Suffering from Severe Periodontitis
Johannes Baulmann et al.; PLOS One, doi: 10.1371/journal.pone.0103449; 2014

schließen
28. November 2014

Darum haben Frauen schlechtere Zähne.

Frauen putzen sich häufiger die Zähne, gehen öfter zum Zahnarzt und dennoch sind ihre Zähne ungesünder als die von Männern. Warum das so ist, hat eine Forscherin nun herausgefunden.

Bericht aus dem Stern vom 25. August 2014.
Von Geburt an gelten Frauen als widerstandsfähiger. Sie leiden als Kinder seltener an chronischen Krankheiten, später rauchen und trinken sie weniger und alles in allem setzen sie sich nicht so viel Stress und Gefahren aus wie Männer. Im Schnitt überleben sie das männliche Geschlecht damit um fünf Jahre. Sind Frauen von Natur aus gesünder? Was die Zahngesundheit betrifft ganz sicher nicht. Zwar sind Frauen auch auf diesem Gebiet deutlich vor- und fürsorglicher: sie putzen sich öfter und gründlicher die Zähne und gehen häufiger zum Zahnarzt. Dennoch sind sie anfälliger für Zahnerkrankungen wie Karies und Parodontitis. Im Laufe ihres Lebens verlieren Frauen mehr Zähne als Männer und sind später auch häufiger ganz zahnlos.

"Die Ursachen für die geschlechterspezifischen Unterschiede sind noch nicht abschließend geklärt", sagt Christiane Gleissner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für geschlechterspezifische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGGZ). Doch was die Zahnärztin bei der Auswertung zahlreicher Studien über Zahnerkankungen herausgefunden und im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht hat, dürfte zumindest ein paar Ursachen für die Unterschiede zwischen Mann und Frau erklären.

Die Hauptschuld trifft die Hormone
Das Problem beginne bereits in frühen Jahren: Als Kinder seien Jungen und Mädchen noch gleich anfällig für Karies. Im Alter von 15 Jahren zeige sich aber, dass Mädchen deutlich häufiger von der Zahnfäulnis betroffen seien. Eine mögliche Ursache dafür sei die Hormonumstellung: Mädchen reifen schneller, womit auch der Wechsel zwischen Milch- und bleibenden Zähnen schneller einsetzt. Die Zähne von Mädchen seien so möglicherweise früher und länger einem kariesförderndem Milieu ausgesetzt.

Hormone würden der weiblichen Zahngesundheit auch später während einer Schwangerschaft zu schaffen machen. "Ein Kind ein Zahn", sagt ein altes Sprichwort und auch Studien belegen, dass mit jeder Schwangerschaft die Gefahr steigt, dass eine Frau Zähne verliert. Grund dafür seien Hormonrezeptoren im Zahnfleisch, die empfindlich auf die Schwangerschaftshormone Östrogen und Progestron reagieren, wodurch es zu Entzündungen und Blutungen komme. Aber auch das häufige Erbrechen während der Schwangerschaft könne Karies fördern und den Zahnschmelz schädigen.

Speichel hemmt Karies
Einer weiteren hormonellen Umstellung sind Frauen dann erneut in den Wechseljahren ausgesetzt. Die Schwankungen begünstigen Zahnfleischentzündungen und -blutungen. Häufig reagieren Betroffene aus Angst vor noch mehr Blutungen mit weniger Zähneputzen. Das wiederum führt zu Zahnbelägen, die Karies und noch stärkere Entzündungen begünstigen.

"Frauen bilden in jedem Lebensalter weniger Speichel als Männer", sagt Gleissner. Dies käme vor allem in der Menopause zum Tragen: Nach der Hormonumstellung würden die Schleimhäute aufgrund des Östrogenmangels trockener. Weitere Faktoren wie etwa die Einnahme von Antidepressiva, wie sie Frauen oft verschrieben würden, verringerten überdies die Speichelproduktion. "Der Speichel ist aber als Remineralisationsmedium ein wichtiger Schutzfaktor vor Karies; sein Mangel erhöht das Risiko, an Karies zu erkranken."

Das Hormon Östrogen steuert unter anderem die Aufnahm von Kalzium, den wichtigsten Knochenbaustein. Durch den Hormon-Rückgang während der Menopause wird Osteoporose begünstigt. Der Knochenabbau könne sich dann auch auf den Kiefer auswirken und zu Zahnausfall führen.

Auch soziokulturelle Faktoren, wie beispielsweise die Tatsache, dass Frauen häufiger die alimentäre, sprich nahrungszubereitende Rolle in der Familie einnehmen, setzten sie möglicherweise einem höheren Kariessrisiko aus, sagt Gleissner.

Mirja Hammer

schließen
19. November 2014

Belag und Zahnstein - alles muss raus!

Wussten Sie eigentlich, dass viele Krankheiten ihre Wurzeln, im wahrsten Sinne des Wortes, in den Zähnen haben?

Denn Zahnbetterkrankungen wie Parodontitis und Parodontose können die Gesundheit des gesamten Körpers beeinträchtigen. Blutspuren nach dem Biss in den Apfel, rosa Schaum beim Zähneputzen: Zahnfleischblutenkann viele Gründe haben. In jedem Fall sollten Sie solche Anzeichen ernst nehmen. Oft steckt eine Erkrankung des Zahnhalteapparates dahinter, die so genannte Parodontitis. Diese durch Bakterien verursachte Entzündung des Zahnfleisches führt unbehandelt zum Zahnfleischrückgang und schließlich zum Verlust des Zahnes.

Parodontitiskeime gefährden aber nicht nur die Mundgesundheit, sondern können auch an anderen Stellen im Körper Entzündungen auslösen. Über das Zahnbett gelangen die Bakterien in die Blutbahn und auf diesem Weg in den Kreislauf des Menschen. Außerdem erhöht eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes. Einige Untersuchungen sprechen dafür, dass sogar Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht  mit einer Parodontitis zusammenhängen können.

Wie kann man Paradontitis vermeiden? Am wichtigsten ist es, eine gründliche tägliche Mundhygiene mit Bürste und Zahnzwischenraumbürste/Zahnseide zu betreiben. Ebenfalls wichtig ist es, Risikofaktoren zu reduzieren: mit dem Rauchen aufhören beziehungsweise reduzieren, Diabeteserkrankung einstellen. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt in Verbindung mit zweimaliger Professioneller Zahnreinigung pro Jahr optimieren die Vermeidung der Erkrankung.

schließen